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Wer verkaufen will, bekommt eine Einschätzung per Foto kostenlos: von Auktionshäusern wie Hermann Historica und von Ankäufern wie uns. Eine schriftliche Expertise mit Echtheitsbestätigung kostet bei Militaria Berlin 35 € pro Stück, bei DG.de 49 € für Stücke unter 1.000 € und bei Weitze in Hamburg 75 bis 150 € für Stücke bis 1.000 € Wert.
Quelle: hermann-historica.de («Unsere Experten bewerten Ihre Objekte, die Sie zur Begutachtung zu uns bringen kostenlos»); militaria-berlin.de («Kosten pro Expertise: 35,00 € pauschal pro Stück»); dg.de («Exponat mit Handelspreis < 1000 Euro: 49 Euro inkl. MwSt.»); weitze.net («bis 1000€: 75 € bis 150€»), abgerufen 2026-10-27
Drei Arten von Schätzung — und was sie kosten
| Was | Wofür | Was es kostet | Wer |
|---|---|---|---|
| Einschätzung per Foto | Sie wollen wissen, ob sich ein Verkauf lohnt | kostenlos | Auktionshäuser, Ankäufer |
| Expertise mit Echtheitsbestätigung | Sie wollen ein Stück mit Papier verkaufen oder behalten | 35 € pro Stück (Militaria Berlin), 49 € unter 1.000 € Handelspreis (DG.de), 75 – 150 € bis 1.000 € Wert, 100 – 200 € bis 2.000 € (Weitze) | spezialisierte Händler |
| Gutachten eines Sachverständigen | Erbschaft, Versicherung, Gericht | nach Stunden: «üblich sind Stundensätze zwischen 100 und 250 Euro» (IHK München) | öffentlich bestellte Sachverständige |
Quelle: militaria-berlin.de; dg.de; weitze.net («bis 1000€: 75 € bis 150€; bis 2000€: 100€ bis 200€; bis 5000€: 150€ bis 300€»); ihk-muenchen.de («Eine Honorarordnung, die Tarife für die Tätigkeiten von Sachverständigen vorgibt, existiert nicht. […] Üblich sind Stundensätze zwischen 100 und 250 Euro, abhängig vom Sachgebiet.»), abgerufen 2026-10-27
Für ein Eisernes Kreuz, eine Ordensspange oder einen Helm aus dem Nachlass reicht fast immer die kostenlose Einschätzung. Eine Expertise für 35 bis 150 € lohnt erst, wenn das Stück deutlich mehr wert ist — oder wenn Sie es selbst verkaufen wollen und ein Käufer einen Echtheitsnachweis verlangt. Ein Gutachten nach Stunden brauchen Sie, wenn ein Finanzamt, eine Versicherung oder ein Miterbe eine belastbare Zahl auf Papier sehen will.
Welcher Wert? Drei Zahlen für dasselbe Stück
Die häufigste Enttäuschung beim Schätzen ist keine falsche Zahl, sondern die falsche Art von Zahl. Für dasselbe Stück gibt es drei:
- Der Händlerverkaufspreis, das, was Sie in einem Onlineshop oder auf einer Messe für ein vergleichbares Stück zahlen würden. Er entspricht ungefähr dem Wiederbeschaffungswert, den eine Versicherung ansetzt.
- Der Auktionszuschlag, das, was ein Bieter auf einer Auktion bietet. Davon gehen beim Verkäufer noch Provisionen ab, bei Hermann Historica 20 %, unter 300 € 30 %.
- Der Ankaufspreis, das, was Ihnen ein Händler oder Sammler bar auszahlt.
Der Kunstsachverständige Ströll formuliert es so: «Der Wiederbeschaffungswert ist typischerweise höher als der Verkehrswert in der höchsten Handelsstufe», weil er Transaktionskosten wie Aufgeld und Händlermargen enthält. Wer ein Versicherungsgutachten in der Hand hat und damit zum Händler geht, wird deshalb fast immer weniger angeboten bekommen, als auf dem Papier steht.
Quelle: kunstsachverstaendige-stroell.de («Der Wiederbeschaffungswert ist typischerweise höher als der Verkehrswert in der höchsten Handelsstufe»; «beinhaltet außerdem die Transaktionskosten (z.B. Transport, Umsatzsteuer, Aufgeld bei Auktionszuschlägen, Händlermargen)»); antikcheck.de («Der Wiederbeschaffungswert von Antiquitäten entspricht in etwa dem Händlerverkaufspreis»); hermann-historica.de (Abgeld 20 %, unter 300 € 30 %), abgerufen 2026-10-27
Auf unseren Wertseiten trennen wir deshalb immer «Auktion» und «Fachhandel» in zwei Spalten, mit der Quelle bei jeder Zahl. Ein Beispiel: Ein Ehrenkreuz für Frontkämpfer am Band bietet ein Händler für 16,90 € an; dasselbe Kreuz an einer Ordensspange brachte bei einer Auktion im März 2026 16 €. Die Übersicht aller Stücke steht in unserer Wertdatenbank, das Beispiel unter Frontkämpferkreuz.
Die Fotos, die eine Schätzung möglich machen
Ob per WhatsApp an uns, per Mail an ein Auktionshaus oder für eine Expertise: Von den Fotos hängt ab, ob jemand eine Zahl nennen kann oder nur «müsste man sehen» sagt. Was wir dafür brauchen:
- Tageslicht, kein Blitz. Ans Fenster legen, auf ein helles Tuch oder ein Blatt Papier.
- Vorder- und Rückseite. Die Rückseite entscheidet bei Orden häufiger als die Vorderseite: Nadel, Scharnier, Lötstellen und Herstellerzeichen sitzen dort. Bei Bruststernen wie dem auf dem Foto oben steht hinten die Punze des Herstellers — daran sieht man zuerst, ob der Stern zeitgenössisch ist.
- Markierungen von nah. Herstellerzeichen, Nummern, Punzen. Bei Helmen innen am Rand und am Futter, bei Klingen auf der Fehlschärfe, bei Uniformen Etiketten und Knöpfe.
- Alles zusammen, dann einzeln. Ein Übersichtsfoto der ganzen Schachtel, dann die auffälligen Stücke. Urkunden, Wehrpass und Fotos gehören dazu: Sie belegen, wem die Stücke gehörten, und das hebt oft den Wert des Ganzen.
- Nichts putzen. Patina ist Teil des Wertes. Ein blank poliertes Abzeichen verliert für Sammler.
Fotos mit Hakenkreuz dürfen Sie privat per WhatsApp schicken: Eine private Übermittlung zur Begutachtung ist keine öffentliche Verwendung im Sinne von § 86a StGB. Mehr dazu unter Rechtslage.
So schätzen wir — und was Sie davon haben
Wir sind ein Sammlerhaus aus Madrid und kaufen Stücke bis 1945 für die eigene Sammlung. Unsere Einschätzung kostet nichts und verpflichtet zu nichts:
- Sie schicken Fotos per WhatsApp an +34 665 164 779 oder über unser Formular.
- Innerhalb von 24 Stunden sagen wir Ihnen, ob das Stück original ist, was es ist, und was wir dafür zahlen — eine Zahl in Euro, kein «melden Sie sich mal».
- Sagen wir, dass es eine Nachfertigung ist, sagen wir es auch dann, wenn wir nichts kaufen.
Was wir mindestens zahlen, steht in unserer Ankaufstabelle, zum Beispiel ab 55 € für ein Eisernes Kreuz 2. Klasse und ab 25 € für ein Mutterkreuz. Unsere Zahl ist ein Ankaufspreis, kein Versicherungswert: Sie können sie neben die Schätzung eines Auktionshauses legen und vergleichen, was am Ende bei Ihnen ankommt. Wie sich Auktion, eBay und Händler beim Verkauf unterscheiden, steht in unserem Vergleich Auktionshaus, Händler oder privat?
Quelle: Ankaufstabelle von Antique Militaria auf der Startseite («Was wir zahlen»): «Eisernes Kreuz 2. Klasse — 1914 und 1939 — ab 55 €», «Mutterkreuz — 1938–1945 — ab 25 €», Stand September 2026
Häufige Fragen
Wo kann ich Militaria kostenlos schätzen lassen?
Bei Auktionshäusern wie Hermann Historica, die Stücke zur Begutachtung kostenlos bewerten, und bei Ankäufern wie uns: Fotos per WhatsApp an +34 665 164 779, Antwort innerhalb von 24 Stunden. Eine schriftliche Expertise mit Echtheitsbestätigung kostet dagegen Geld, zum Beispiel 35 € pro Stück bei Militaria Berlin.
Was kostet ein Gutachten für Militaria?
Eine Expertise beim Fachhändler kostet 35 bis 150 € pro Stück, je nach Haus und Wert des Stücks (Militaria Berlin 35 €, DG.de 49 € unter 1.000 €, Weitze 75 bis 150 € bis 1.000 €). Ein Gutachten eines Sachverständigen wird nach Stunden abgerechnet; die IHK München nennt 100 bis 250 € pro Stunde als üblich.
Kann man Orden per Foto schätzen lassen?
Ja, für eine Kaufentscheidung reicht das fast immer: Vorder- und Rückseite bei Tageslicht, das Herstellerzeichen von nah, dazu Band, Etui und Urkunde. Für eine schriftliche Echtheitsbestätigung wollen manche Häuser das Stück selbst sehen.
Warum bietet mir ein Händler weniger, als im Gutachten steht?
Weil ein Versicherungsgutachten meist den Wiederbeschaffungswert nennt, also was ein vergleichbares Stück im Handel kostet, einschließlich Händlermarge und Aufgeld. Der Ankaufspreis liegt darunter, auch bei einer Auktion gehen vom Zuschlag noch Provisionen ab.
Muss ich wissen, was ich habe, bevor ich es schätzen lasse?
Nein. Fotografieren Sie alles, auch das, was Sie nicht zuordnen können. Ob es Original oder Nachfertigung ist und aus welcher Zeit, sagen wir Ihnen.
