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Dokumentierte Stücke mit nachvollziehbarer Regiments- oder Waffengattungszuordnung sowie seltene Ausführungen wie Gebirgsjäger-Feldblusen erreichen darüber hinaus deutlich mehr. Ein Wehrmacht-Mantel liegt in der Regel niedriger, lässt sich mangels aktueller Vergleichsverkäufe aber nur nach Fotos verlässlich einschätzen. Entscheidend für den Preis sind das Modelljahr (M36 bis M44), der Umfang der erhaltenen Effekten und eine belegbare Zuordnung zu Einheit oder Träger.
Quelle: siehe Tabelle „Richtwerte nach Ausführung und Zustand“ unten
Richtwerte nach Ausführung und Zustand
Alle Angaben sind Richtwerte auf Basis realer Auktionszuschläge und Fachhandelspreise (Stand: August 2026). Bei Uniformen machen Modelljahr, Waffengattung und Vollständigkeit der Effekten einen Unterschied von mehreren Hundert Euro aus — schicken Sie uns Fotos, wir nennen Ihnen eine konkrete Zahl.
| Ausführung | Zustand | Richtwert |
|---|---|---|
| Feldbluse M36 (Heer, EM/NCO — Mannschaften/Unteroffiziere), mit Regimentszuordnung | Zustand 2, mit Bandspangen | 1.145 €1 |
| Feldbluse M40 (Heer, EM/NCO) | Zustand 2, Effekten teilweise bis komplett | 825–1.120 €2 |
| Feldbluse M43 (Heer, Jäger bzw. Gebirgsjäger) | Zustand 2 bis 2+ | 1.470–1.710 €3 |
| Feldbluse M44 (Heer, EM/NCO) | Effekten entfernt, leichte Mottenschäden | 1.100 €4 |
| Offiziers-Feldbluse, komplett mit Auszeichnungen (Fachhandel / Auktion) | sehr guter Zustand | 689–900 €5 |
| Mantel (Capote), Standardausführung EM/NCO | Zustand 1–2 | a valorar – siehe Hinweis unten |
| Luftwaffen- und Kriegsmarine-Uniformen (alle Modelle) | — | a valorar – bislang keine geprüfte Preisbasis, Einschätzung nach Fotos |
Quellen
- ratisbons.com (Obergefreiter, Inf.Rgt. 20, Zuschlag), abgerufen 2026-08-28
- ratisbons.com (825 €, Jäger, Hersteller Hugo Boss, Juli 2016) + ratisbons.com (1.120 €, Depotstempel WB40, Mai 2022), abgerufen 2026-08-28
- ratisbons.com (1.470 €, ungereinigter Fund, Juni 2019) + ratisbons.com (1.710 €, italienischer Gabardine, Oberfeldwebel, März 2022), abgerufen 2026-08-28
- ratisbons.com (Zuschlag März 2019), abgerufen 2026-08-28
- team-militaria.de (890 €, Oberleutnant, komplett mit EK2/KVK/Ostmedaille/Verwundetenabzeichen, aktuelles Angebot) + trave-militaria.de (900 €, Knöpfe B&N, verkauft) + richter-auktionen.de (599 € + 15% Aufgeld ≈ 689 €, Major/Beamter, Nov. 2025), abgerufen 2026-08-28
Zum Mantel: Die einzigen uns vorliegenden Belegverkäufe eines Standard-Wehrmachtmantels stammen aus 2017 und 2018 — 320 € bzw. 360 € Zuschlag zzgl. 17,5 % Aufgeld, umgerechnet etwa 376–423 €. Das ist zu alt, um daraus einen aktuellen Richtwert abzuleiten — wir nennen Ihnen den Preis für Ihren Mantel nach Fotoansicht. Eine Sonderform wie der Kradmelder-Gummimantel liegt deutlich darüber (1.390 €, November 2023), ist aber wegen der Sonderausführung nicht mit einem gewöhnlichen Mantel vergleichbar. Uniformen von Luftwaffe und Kriegsmarine bewerten wir ebenfalls gerne — belastbare Marktdaten dafür liegen uns aktuell nicht vor, deshalb nennen wir hier keinen Richtwert, sondern schauen uns Ihre Fotos konkret an.
Quelle: ratisbons.com (360 € + Aufgeld, Wintermantel mit Echtpelzfütterung, RB-Nummer, März 2018) + ratisbons.com (320 € + Aufgeld, M36-Stil, Juli 2017), abgerufen 2026-08-28
Quelle: ratisbons.com, abgerufen 2026-08-28
Was den Wert zusätzlich nach oben zieht: eine vollständige und stimmige Kombination aus Feldbluse, Schulterklappen, Kragenspiegeln und Auszeichnungen, ein dokumentierter Nachlass mit Soldbuch oder Fotos des Trägers sowie eine seltene Waffengattung wie Gebirgsjäger oder Fallschirmjäger.
Original oder Fälschung?
Wehrmacht-Uniformen werden häufig aus einzelnen Originalteilen zusammengesetzt oder mit unpassenden Effekten aufgewertet. Fünf Merkmale, auf die wir bei der Prüfung achten:
- Reichsbetriebsnummer (RB-Nummer) statt Klarname. Ab 1943 amtlich verordnet: eine neunstellige Kennziffer ersetzte zunehmend den lesbaren Herstellernamen im Innenfutter. Ein angeblich frühes Stück mit RB-Nummer statt Klarname – oder umgekehrt ein Spätkriegsstück mit ausgeschriebenem Herstellernamen – passt nicht zusammen. Quelle: reichsbetriebsnummer.com, abgerufen 2026-08-28
- Kammer- und Größenstempel im Futter. Originale tragen Tintenstempel mit Größenangabe und Abnahmekürzel (etwa „St.42“, „WB40“, „F40“) an typischer Stelle im Innenfutter — nicht aufgedruckt, nicht unscharf, nicht an ungewöhnlicher Position.
- Schnittdetails passend zum Modelljahr. M36 mit dunkelgrünem Kragen und Hakenriemen-Innentaschen; ab M40 Kragen und Schulterklappen in Feldgrau; M41 mit sechs statt fünf Knöpfen wegen sinkender Materialqualität; M42 ohne Kellerfalten an den Taschen; M43 mit rechteckig statt rund geschnittenen Taschenklappen; M44 als kürzerer Schnitt, nicht mehr auf Basis M36. Ein Stück, dessen Schnitt nicht zum behaupteten Baujahr passt, ist verdächtig. Quelle: ww2-history.fandom.com, abgerufen 2026-08-28
- Handgenähte vs. maschinell aufgesetzte Effekten. Zeitgenössisch nachträglich angebrachte Effekten — etwa ein handgestickter Brustadler oder handgenähte Kragenspiegel — zeigen Handarbeit und einen zum Alter passenden Fadenzustand. Frisch wirkender, unabgenutzter Faden auf angeblich altem Stoff ist ein Warnsignal.
- Materialqualität passend zum Kriegsjahr. Frühe Stücke aus reiner Wolle oder Gabardine, Spätkriegsstücke mit hohem Anteil an Zellwolle beziehungsweise minderwertigem „Shoddy“-Stoff. Ein angeblich frühes Stück aus später, dünner Stoffqualität – oder umgekehrt – passt nicht zusammen.
Im Zweifel prüfen wir das Stück anhand Ihrer Fotos — das kostet nichts und verpflichtet Sie zu nichts.
Kurzer historischer Hintergrund
Die Feldbluse wurde 1936 als Grundschnitt eingeführt (M36) und durchlief bis Kriegsende mehrere von Sammlern benannte Vereinfachungsstufen: M40 mit Kragen und Schulterklappen in Feldgrau statt Grün, M41 mit sechs Knöpfen wegen Materialknappheit, M42 ohne Kellerfalten an den Taschen, M43 mit rechteckigen Taschenklappen und M44 Ende 1944 mit kürzerem Schnitt, der erstmals nicht mehr auf dem M36-Grundschnitt basierte. Keine dieser Bezeichnungen war eine offizielle Wehrmacht-Bezeichnung — sie sind spätere Sammlerkonventionen.
Quelle: ww2-history.fandom.com, abgerufen 2026-08-28
Ab 1943 wurde die Reichsbetriebsnummer als amtliche neunstellige Herstellerkennung verordnet und ersetzte zunehmend Klarnamen der Hersteller auf Ausrüstung und Uniformteilen — für die Datierung und Echtheitsprüfung von Spätkriegsstücken ein wichtiges Merkmal.
Quelle: reichsbetriebsnummer.com, abgerufen 2026-08-28
Zur Rechtslage: Der An- und Verkauf originaler Wehrmacht-Uniformen aus der Zeit von 1933 bis 1945 ist in Deutschland legal. Geregelt ist die öffentliche Zurschaustellung der Symbole verfassungswidriger Organisationen (§ 86a StGB), nicht der Besitz oder Verkauf des Kleidungsstücks selbst. Deshalb behandeln wir Fotos mit Effekten diskret und dokumentieren die Stücke ausschließlich im privaten Rahmen.
Verkaufen ohne Risiko
Wir sind ein spanisches Sammlerhaus mit Ankauf in ganz Deutschland. Wir kaufen für unsere eigene Sammlung — ohne Händleraufschlag. Das heißt konkret: Wir müssen keine Wiederverkaufsspanne einkalkulieren und können Ihnen einen Sammlerpreis zahlen.
So läuft es ab:
- Fotos per WhatsApp senden an +34 665 164 779 — Vorder- und Rückseite der Feldbluse, Innenfutter mit Stempeln, alle vorhandenen Effekten und Auszeichnungen. Zwei Minuten, unverbindlich.
- Kostenlose Bewertung innerhalb von 24 Stunden. Wir sagen Ihnen, ob das Stück original ist und was wir dafür zahlen.
- Bezahlung in bar, sobald wir uns auf einen Preis geeinigt haben. Größere Sammlungen und komplette Nachlässe sehen wir uns persönlich an — überall in Deutschland.
Sie müssen nichts einschicken, bevor der Preis steht, und nichts verkaufen, wenn Ihnen das Angebot nicht zusagt.
Häufige Fragen
Was ist eine Wehrmacht-Uniform wert?
Als Richtwert: eine Feldbluse liegt je nach Modell und Zustand etwa zwischen 800 und 1.500 Euro, seltene Waffengattungen und dokumentierte Regimentszuordnungen erreichen mehr. Den konkreten Preis für Ihr Stück nennen wir Ihnen nach Fotoansicht innerhalb von 24 Stunden.
Quelle: siehe Tabelle „Richtwerte nach Ausführung und Zustand“ oben
Sind Wehrmacht-Uniformen verboten?
Nein. Der Besitz und Verkauf originaler Wehrmacht-Uniformen ist in Deutschland legal — das Verbot betrifft nur die öffentliche Zurschaustellung bestimmter Symbole nach § 86a StGB, nicht das Kleidungsstück an sich. Für den diskreten Verkauf an ein Sammlerhaus spielt das für Sie keine Rolle.
Wie erkenne ich eine echte Wehrmacht-Feldbluse?
An zum Modelljahr passenden Schnittdetails, Kammerstempeln an typischer Stelle im Futter, einer plausiblen Reichsbetriebsnummer oder einem Herstellernamen sowie stimmiger Material- und Fadenalterung. Kein einzelnes Merkmal reicht allein — wir prüfen immer das Gesamtbild und sagen Ihnen das Ergebnis kostenlos.
Was ist ein Wehrmacht-Mantel wert?
Dazu liegen uns keine ausreichend aktuellen Vergleichsverkäufe vor, um einen verlässlichen Richtwert zu nennen — historische Belege aus 2017/2018 lagen bei rund 376 bis 423 Euro. Schicken Sie uns Fotos Ihres Mantels, wir nennen Ihnen eine aktuelle Einschätzung.
Was ist der Unterschied zwischen M36, M40 und M43?
Es handelt sich um von Sammlern benannte Fertigungsstufen der Feldbluse, keine offiziellen Wehrmacht-Bezeichnungen. Sie unterscheiden sich in Kragenfarbe, Knopfzahl, Taschenform und Materialqualität — mit fortschreitendem Krieg wurde die Fertigung zunehmend vereinfacht.
Bekomme ich für eine Uniform mit Auszeichnungen mehr Geld?
Ja, deutlich. Eine Feldbluse mit vollständigen, zusammenpassenden Effekten und Auszeichnungen sowie idealerweise einem Soldbuch oder Foto des Trägers ist für Sammler wesentlich interessanter als das anonyme Kleidungsstück allein. Trennen Sie Effekten und Zubehör vor dem Verkauf nicht vom Stück.




