Stand:
Unvollständige Stücke ohne Scheide oder mit korrodierten Metallteilen liegen am unteren Ende, vollständige frühe Fertigungen mit Gehänge (Trageriemen) deutlich darüber, im aktuellen Fachhandel bis zu 2.299 Euro. Die mit Abstand wertvollste Variante ist der sogenannte SA-Ehrendolch — im Sammlerjargon „Röhm-Dolch“ — der je nach Erhaltung und Rest der Widmung 1.290 bis 1.800 Euro erreicht; besonders begehrte Geschenkdolche mit Widmung und Verleihungsnachweis liegen nochmal darüber, bei 3.499 bis 3.999 Euro. Der SA-Dolch ist, anders als der deutlich seltenere SS-Dolch, eine der am häufigsten erhaltenen Blankwaffen dieser Zeit — entsprechend breit ist die Preisspanne zwischen Massenware und dokumentierten Einzelstücken.
Quelle: siehe Tabelle unten, Zeilen 1–3
Quelle: siehe Tabelle unten, Zeile 4
Quelle: siehe Tabelle unten, Zeilen 5–6
Richtwerte nach Ausführung und Zustand
Alle Angaben sind Richtwerte auf Basis realer Verkaufs- und Angebotspreise deutscher Fachhändler (Stand: August 2026). Der tatsächliche Preis hängt stark von Vollständigkeit (Scheide, Gehänge), Hersteller und Zustand ab — schicken Sie uns Fotos, wir nennen Ihnen eine konkrete Zahl.
| Ausführung | Zustand | Richtwert |
|---|---|---|
| Späte RZM-Fertigung (z. B. M7/9, M7/66) | unvollständig — ohne Scheide oder mit korrodierten Metallteilen | 500–600 €1 |
| Späte RZM-Fertigung, Markenhersteller (Eickhorn, HACO) | guter bis sehr guter Zustand, mit Scheide | 480–700 €2 |
| Frühe Fertigung (Modell 1933, Vollnickel-Beschläge, Gruppenstempel) | guter Zustand | 790–1.100 €3 |
| Frühe Fertigung mit vollständigem Gehänge (aktuelles Händlerangebot) | sehr guter Zustand | 1.599–2.299 €4 |
| SA-Ehrendolch („Röhm-Dolch“), mit oder ohne Rest der Widmung | sehr schöner Zustand, kleine Alters- oder Rostspuren | 1.290–1.800 €5 |
| SA-Geschenkdolch mit Widmung und Verleihungsnachweis | sehr guter Zustand | 3.499–3.999 €6 |
| SA-Ehrendolch mit Damastklinge | herausragende Erhaltung, Sammlerstück | a valorar — Preis auf Anfrage7 |
Quellen
- team-militaria.de (599,90 €, ohne Scheide) + trave-militaria.de (500 €, schlechter Zustand), abgerufen 2026-08-28
- team-militaria.de (479,90 €) + team-militaria.de (699,90 €, 95 % Originallack), abgerufen 2026-08-28
- trave-militaria.de (790 €) + trave-militaria.de (1.100 €) — Gehänge in keinem der beiden Angebote ausdrücklich erwähnt, abgerufen 2026-08-28
- dg.de (1.599 €) + dg.de (1.999 €) + dg.de (2.299 €), abgerufen 2026-08-28
- trave-militaria.de (verkauft für 1.290 €, reduziert von 1.800 €), abgerufen 2026-08-28
- dg.de (3.499 €) + dg.de (3.999 €), abgerufen 2026-08-28
- dg.de, abgerufen 2026-08-28
Was den Wert nach oben zieht: ein vollständiges Gehänge statt nur der blanken Scheide, klar lesbares RZM- und Gruppenstempel, unangetastete Original-Beschläge und — bei der Ehrendolch-Variante — ein möglichst vollständig erhaltener Rest der Röhm-Widmung. Zum Vergleich: Am oberen Ende des gesamten Marktsegments für Dolche dieser Zeit steht der NSKK-Kettendolch (Sondermodell 1936 — kein SA-Stück) mit bis zu 7.999 Euro im aktuellen Handel; er zeigt die Bandbreite des Marktes, ist aber kein Richtwert für den SA-Dolch selbst.
Original oder Fälschung?
Beim SA-Dolch ist Vorsicht besonders angebracht: Er wurde von weit über 200 Solinger und Suhler Betrieben in Massenproduktion gefertigt — Sammler in einschlägigen Foren gehen deshalb informell von einer sehr hohen Fälschungsquote bei diesem Marktsegment aus. Fünf Merkmale, auf die wir bei der Prüfung achten:
- Herstellermarke und RZM-Code auf der Klinge. Originale tragen das Logo des Fabrikanten (etwa das Eichhörnchen von Eickhorn oder „HACO Solingen“) zusammen mit dem RZM-Code im Format „RZM M7/xx“ plus Jahreszahl, sauber und scharf geprägt. Fehlt jede Markierung oder wirkt sie unscharf und schlecht proportioniert, ist das ein Warnsignal. Quelle: team-militaria.de + team-militaria.de, abgerufen 2026-08-28
- Gruppenstempel an der Parierstange. Zusätzlich zur Herstellermarke trägt die Parierstange meist ein Kürzel der regionalen SA-Gruppe (z. B. „Wf“ für Westfalen, „B“ für Berlin-Brandenburg, „BO“, „HO“ für Hochland) — dieses muss stimmig zum übrigen Stück passen. Quelle: trave-militaria.de + trave-militaria.de, abgerufen 2026-08-28
- Verarbeitungsqualität passend zur Fertigungsepoche. Frühe Stücke haben Beschläge aus massivem Vollnickel, eine handgeschliffene Klinge und eine braun anodierte Scheide; späte RZM-Serienfertigung dagegen verchromte oder vernickelte Beschläge und eine industriell gefertigte Klinge. Ein Dolch, der Merkmale beider Epochen mischt, ist ein Alarmsignal. Quelle: militaria-kiel.de, abgerufen 2026-08-28
- Kopfschraube und oberer Scheidenbeschlag ohne Demontagespuren. Riefen oder Kratzer am oberen Beschlag der Scheide deuten darauf hin, dass er abgeschraubt wurde — ein Hinweis darauf, dass die Einzelteile möglicherweise nicht zusammengehören. Ebenso verdächtig: ein Adlerkopf oder -knauf, der sichtbar nachträglich entfernt und wieder eingesetzt wurde.
- Vorsicht vor der pauschalen Fälschungsquote. In Sammlerforen kursiert die (nicht offiziell verifizierte) Schätzung, die Fälschungsquote bei Blankwaffen dieses Marktsegments liege bei über 95 %, und gerade Stücke mit der Markierung „RZM M7/36“ seien massenhaft als Kopien im Umlauf. Das ist eine Einschätzung aus der Sammlerszene, keine belastbare Statistik — sie sollte als Anlass für besondere Sorgfalt gelten, nicht als feste Zahl zitiert werden. Quelle: Sammlerforum militaria-fundforum.de, unverifizierte Schätzung, abgerufen 2026-08-28
Im Zweifel prüfen wir das Stück anhand Ihrer Fotos — das kostet nichts und verpflichtet Sie zu nichts.
Kurzer historischer Hintergrund
Der SA-Dienstdolch wurde 1933 von Paul Woenne entworfen, einem Lehrer der Fachschule für Metallgestaltung in Solingen, im Auftrag Hitlers, und am 15. Dezember 1933 offiziell eingeführt. Die Klinge trug die geätzte Devise „Alles für Deutschland“, der Griff bestand aus Birnbaum-, Ahorn- oder Nussbaumholz.
Am 3. Februar 1934 wurde eine besondere Ehrenausführung eingeführt, der SA-Ehrendolch, im Volksmund „Röhm-Dolch“ genannt: Auf der Klingenrückseite trug er die persönliche Widmung des SA-Stabschefs Ernst Röhm — „In herzlicher Kameradschaft Ernst Röhm“. Nach dem sogenannten Röhm-Putsch vom 30. Juni 1934 ordnete eine Verfügung vom 1. Juli 1934 an, diese Widmung von bestehenden Stücken zu entfernen oder den Dolch beim Hersteller zurückzugeben. Deshalb sind Exemplare mit vollständig erhaltener Widmung heute selten und entsprechend gesucht.
Im Unterschied zum SS-Dienstdolch, dessen Fertigung eng an einen kleinen Kreis lizenzierter Betriebe gebunden war, wurde der SA-Dolch von weit über 200 Solinger und Suhler Firmen in Massenproduktion hergestellt. Das erklärt, warum er heute eines der am häufigsten erhaltenen Sammlerstücke aus dieser Zeit ist — deutlich zugänglicher im Preis als sein SS-Gegenstück.
Ein Hinweis zur Rechtslage: Der An- und Verkauf originaler Stücke aus dieser Zeit ist in Deutschland legal. Geregelt ist die öffentliche Zurschaustellung der Symbole verfassungswidriger Organisationen (§ 86a StGB) — das betrifft beim SA-Dolch vor allem den Adler mit Hakenkreuz am Knauf. Deshalb behandeln wir Fotos mit Symbolik diskret und dokumentieren die Stücke ausschließlich im privaten Rahmen.
Verkaufen ohne Risiko
Wir sind ein spanisches Sammlerhaus mit Ankauf in ganz Deutschland. Wir kaufen für unsere eigene Sammlung — ohne Händleraufschlag. Das heißt konkret: Wir müssen keine Wiederverkaufsspanne einkalkulieren und können Ihnen einen Sammlerpreis zahlen.
So läuft es ab:
- Fotos per WhatsApp senden an +34 665 164 779 — Klinge mit Marke und Devise, Griff, Scheide mit Beschlägen, dazu Gehänge oder Etui, falls vorhanden. Zwei Minuten, unverbindlich.
- Kostenlose Bewertung innerhalb von 24 Stunden. Wir sagen Ihnen, ob das Stück original ist und was wir dafür zahlen.
- Bezahlung in bar, sobald wir uns auf einen Preis geeinigt haben. Größere Sammlungen und Nachlässe sehen wir uns persönlich an — überall in Deutschland.
Sie müssen nichts einschicken, bevor der Preis steht, und nichts verkaufen, wenn Ihnen das Angebot nicht zusagt.
Häufige Fragen
Ist der SA-Dolch selten?
Nein, im Gegenteil: Er zählt zu den am häufigsten erhaltenen Dolchen dieser Zeit, weil ihn weit über 200 Betriebe in Massenproduktion fertigten. Das unterscheidet ihn deutlich vom SS-Dolch, dessen streng lizenzierte Fertigung ihn seltener und im Wert deutlich höher macht.
Was ist ein SA-Dolch wert?
Als Richtwert 500 bis 1.100 Euro für Standardfertigungen, je nach Vollständigkeit und Zustand. Der seltene SA-Ehrendolch („Röhm-Dolch“) erreicht 1.290 bis 1.800 Euro; ein SA-Geschenkdolch mit Widmung und Verleihungsnachweis liegt nochmal darüber, bei 3.499 bis 3.999 Euro. Den konkreten Preis für Ihr Stück nennen wir Ihnen nach Fotoansicht innerhalb von 24 Stunden.
Quelle: siehe Tabelle oben, Zeilen 1–3
Quelle: siehe Tabelle oben, Zeilen 5–6
Was ist der Röhm-Dolch?
Der umgangssprachliche Name für den SA-Ehrendolch, der ab Februar 1934 mit einer persönlichen Widmung von SA-Stabschef Ernst Röhm ausgegeben wurde. Nach seiner Entmachtung im Juni 1934 wurde angeordnet, diese Widmung zu entfernen — Stücke mit vollständig erhaltener Widmung sind deshalb selten und gesucht.
Darf man einen SA-Dolch besitzen und verkaufen?
Ja. Der private Besitz und Verkauf originaler historischer Blankwaffen ist in Deutschland erlaubt. Eingeschränkt ist nur die öffentliche Zurschaustellung der NS-Symbolik (§ 86a StGB) — beim diskreten Verkauf an ein Sammlerhaus spielt das für Sie keine Rolle.
Woran erkenne ich einen echten SA-Dolch?
An Herstellermarke und RZM-Code auf der Klinge, einem passenden Gruppenstempel an der Parierstange, einer zur Fertigungsepoche stimmigen Verarbeitungsqualität und einer Scheide ohne Demontagespuren. Kein einzelnes Merkmal reicht allein — wir prüfen immer das Gesamtbild und sagen Ihnen das Ergebnis kostenlos.
Warum sind manche SA-Dolche so viel teurer als andere?
Der Preisunterschied entsteht vor allem durch Vollständigkeit (Scheide und Gehänge statt nur der blanken Klinge), Fertigungsepoche (frühe Vollnickel-Fertigung ist wertvoller als spätes RZM-Serienstück) und Seltenheit der Variante — allen voran der Ehrendolch mit Röhm-Widmung, der ein Vielfaches eines Standardstücks erreichen kann.
Weitere Richtwerte: SS-Dolch · Luftwaffe-Dolch · Bajonett · Säbel · HJ-Fahrtenmesser

