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Was sind Medaillen aus dem Zweiten Weltkrieg wert?

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Marktwertab 17 €Größenordnung aus vergleichbaren Verkäufen, keine Ankaufszusage. Was Ihr Stück wert ist, sagen wir Ihnen nach Fotos.

Ordensspange der Legion Condor
Ordensspange eines Soldaten der Legion Condor: zwei deutsche und zwei spanische Auszeichnungen. Symbole unkenntlich gemacht (§ 86a StGB).

Stand:

Eine Kriegsverdienstmedaille ist als Richtwert etwa 17 bis 20 Euro wert, eine Anschlussmedaille 13. März 1938 (Österreich) am Band rund 50 Euro und im vollständigen Verleihungsetui 120 bis 160 Euro. Die Medaille zur Erinnerung an den 1. Oktober 1938 (Sudetenland) liegt am Band bei etwa 40 Euro, im Etui bei 70 bis 110 Euro. Damit gehören diese Kriegs- und Erinnerungsmedaillen zu den günstigeren Auszeichnungen aus der NS-Zeit — deutlich unter dem Wert von Kampfauszeichnungen wie dem Eisernen Kreuz, aber als vollständiges Ensemble mit Etui, Band und Urkunde durchaus gefragt.

Richtwerte nach Ausführung und Zustand

Alle Angaben sind Richtwerte auf Basis realer Verkaufs- und Angebotspreise deutscher Fachhändler (Stand: August 2026). Der tatsächliche Preis hängt vom Einzelstück und vor allem vom Zubehör ab — schicken Sie uns Fotos, wir nennen Ihnen eine konkrete Zahl.

Ausführung Zustand Richtwert
Kriegsverdienstmedaille 1939 (ohne Schwerter) am Band, guter bis neuwertiger Zustand, ohne Hersteller 17–20 €1
Anschlussmedaille 13. März 1938 (Österreich) am Band, guter Zustand mit dunkler Patina 49,90 €2
Anschlussmedaille 13. März 1938, im Verleihungsetui vollständiges Etui (roter Samt, Hoheitsadler), je nach Erhaltung des Etuis 119,90–159,90 €3
Medaille zur Erinnerung an den 1. Oktober 1938 (Sudetenland) am Band, guter leicht getragener Zustand 39,90 €4
Medaille 1. Oktober 1938, im Verleihungsetui vollständiges Etui, je nach Erhaltung 69,90–109,90 €5

Quellen

  1. trave-militaria.de (verkauft 17 €) + schlender-antik.com (19 €) + militaria-reisig.com (20 €), abgerufen 2026-08-28
  2. team-militaria.de, abgerufen 2026-08-28
  3. team-militaria.de (119,90 €) + team-militaria.de (129,90 €) + team-militaria.de (159,90 €), abgerufen 2026-08-28
  4. militaria-reisig.com, abgerufen 2026-08-28
  5. team-militaria.de + team-militaria.de + team-militaria.de (69,90 € / 99,90 € / 109,90 € je nach Angebot), abgerufen 2026-08-28

Anders als beim Kriegsverdienstkreuz gibt es die Kriegsverdienstmedaille nur in einer Ausführung ohne Schwerter — die Unterscheidung „mit/ohne Schwerter“ betrifft ausschließlich das Kreuz, nicht die Medaille. Für eine Kriegsverdienstmedaille mit Schwertern — eine im Handel sehr seltene Variante — oder für andere Sonderformen nennen wir Ihnen den Wert nach Fotoansicht — Richtwert folgt in dem Fall individuell.

Was den Wert am stärksten nach oben zieht: das originale Verleihungsetui in gutem Zustand, ein ungekürztes Band mit korrekter Musterung, und bei der Anschluss- sowie der Sudetenland-Medaille zusätzlich die zugehörige Verleihungsurkunde. Ein Nachlass mit mehreren dieser Medaillen zusammen mit Kreuzen oder Uniformteilen ist als Gesamtpaket meist mehr wert als die Summe der Einzelverkäufe.

Original oder Fälschung?

Diese drei Medaillen wurden in sehr großer Stückzahl vergeben und sind entsprechend häufig im Handel — Fälschungen lohnen sich für diese Preisklasse selten, trotzdem lohnt sich die Prüfung. Fünf Merkmale, auf die wir achten:

  1. Einfache angelötete Öse, keine Verzierung. Die Bandaufhängung besteht bei allen drei Medaillen aus einer schlichten, direkt angelöteten Öse ohne Ornamentik — typisch für Massenprägungen dieser Art. Eine aufwendig gearbeitete oder verschraubte Aufhängung passt nicht zum Original. Quelle: ehrenzeichen-orden.de + ehrenzeichen-orden.de, abgerufen 2026-08-28
  2. Keine Herstellermarkierung. Alle von uns geprüften Originalangebote sind konsequent „ohne Hersteller“ gelistet. Eine auffällige, prominent platzierte Herstellerpunze auf diesen Medaillen ist untypisch und ein Warnsignal.
  3. Material, Durchmesser und Gewicht stimmen überein. Kriegsverdienstmedaille und Sudetenland-Medaille bestehen aus bronziertem Buntmetall, haben 32 mm Durchmesser und wiegen rund 13,4 bis 13,5 Gramm. Die Anschlussmedaille ist versilbert und weicht in Maß und Gewicht davon ab — bei ihr prüfen wir Material und Verarbeitung individuell anhand Ihrer Fotos. Deutliche Abweichungen bei Gewicht oder Durchmesser sprechen gegen ein Original. Quelle: ehrenzeichen-orden.de + ehrenzeichen-orden.de, abgerufen 2026-08-28
  4. Rückseitige Inschrift exakt prüfen. Die Kriegsverdienstmedaille trägt „Für Kriegsverdienst 1939“ in vierzeiliger gotischer Schrift über dem Motiv des Kriegsverdienstkreuzes ohne Schwerter. Die Medaille von 1938 trägt „Ein Volk – ein Reich – ein Führer“ mit der Jahreszahl in drei Zeilen. Eine abweichende Schriftart, Zeilenaufteilung oder Anordnung ist verdächtig.
  5. Bandbreite und -farben passen zur Medaille. Die Kriegsverdienstmedaille wird an einem 30 mm breiten Band getragen, rot-weiß an den Rändern mit schwarzem Mittelstreifen; die Medaille von 1938 an einem 29 mm breiten weißen Band mit drei je 9 mm breiten schwarz-rot-schwarzen Streifen. Ein Band mit falscher Breite oder Farbfolge gehört nicht zur Medaille.

Im Zweifel prüfen wir das Stück anhand Ihrer Fotos — das kostet nichts und verpflichtet Sie zu nichts.

Kurzer historischer Hintergrund

Die Kriegsverdienstmedaille wurde am 19. August 1940 gestiftet und zwischen 1940 und 1945 an Wehrmacht- und Waffen-SS-Angehörige sowie an Zivilisten verliehen, die sich um die Kriegsführung verdient gemacht hatten, ohne selbst im Gefecht zu stehen — darunter auch Frauen in der Rüstungsindustrie. Sie wurde mehr als vier Millionen Mal ausgegeben und zählt damit zu den häufigsten Auszeichnungen der NS-Zeit.

Die Anschlussmedaille 13. März 1938 wurde rückwirkend zum Datum des „Anschlusses“ Österreichs gestiftet und zwischen dem 1. Mai 1938 und dem 31. Dezember 1940 an Beteiligte verliehen. Insgesamt wurden 318.689 Medaillen ausgegeben — deutlich weniger als die Kriegsverdienstmedaille, was ihren etwas höheren Marktwert erklärt.

Die Medaille zur Erinnerung an den 1. Oktober 1938 wurde nach dem Münchner Abkommen gestiftet und erinnerte an die Angliederung des Sudetenlands; ab Mai 1939 wurde sie auf das Protektorat Böhmen und Mähren ausgeweitet. Mit 1.162.617 Medaillen und zusätzlich 134.563 verliehenen Spangen „Prager Burg“ für spätere Verdienste ist sie die am dritthäufigsten verliehene der drei hier behandelten Medaillen.

Zur Rechtslage: Der An- und Verkauf originaler Medaillen aus dieser Zeit ist in Deutschland legal. Geregelt ist die öffentliche Zurschaustellung der Symbole verfassungswidriger Organisationen (§ 86a StGB) — deshalb behandeln wir Fotos mit entsprechender Symbolik diskret und dokumentieren die Stücke ausschließlich im privaten Rahmen der Bewertung.

Verkaufen ohne Risiko

Wir sind ein spanisches Sammlerhaus mit Ankauf in ganz Deutschland. Wir kaufen für unsere eigene Sammlung — ohne Händleraufschlag. Das heißt konkret: Wir müssen keine Wiederverkaufsspanne einkalkulieren und können Ihnen einen Sammlerpreis zahlen, auch für einzelne Medaillen aus einem größeren Nachlass.

So läuft es ab:

  1. Fotos per WhatsApp senden an +34 665 164 779 — Vorder- und Rückseite der Medaille, das Band, dazu Etui oder Urkunde, falls vorhanden. Zwei Minuten, unverbindlich.
  2. Kostenlose Bewertung innerhalb von 24 Stunden. Wir sagen Ihnen, um welche Medaille es sich handelt, ob sie original ist und was wir dafür zahlen.
  3. Bezahlung in bar, zum vereinbarten Preis. Größere Sammlungen und Nachlässe sehen wir uns persönlich an — überall in Deutschland.

Sie müssen nichts einschicken, bevor der Preis steht, und nichts verkaufen, wenn Ihnen das Angebot nicht zusagt.

Häufige Fragen

Was sind Medaillen aus dem Zweiten Weltkrieg wert?

Das hängt stark von der Medaille ab: einfache Kriegsverdienstmedaillen liegen bei 17 bis 20 Euro, die Anschluss- und die Sudetenland-Medaille zwischen 40 und 160 Euro je nach Zubehör. Kampfauszeichnungen wie das Eiserne Kreuz liegen deutlich darüber. Schicken Sie uns Fotos für eine konkrete Zahl.

Wo kann ich alte Medaillen verkaufen?

An ein Sammlerhaus wie Antique Militaria — wir kaufen deutschlandweit direkt von Privatpersonen, ohne Zwischenhändler. Sie schicken Fotos per WhatsApp, erhalten eine Einschätzung innerhalb von 24 Stunden und werden bei Einigung sofort bezahlt.

Ist die Kriegsverdienstmedaille selten?

Nein. Mit über vier Millionen verliehenen Exemplaren ist sie eine der häufigsten Auszeichnungen der NS-Zeit, was ihren niedrigen Wert von 17 bis 20 Euro erklärt. Die Anschluss- und die Sudetenland-Medaille wurden in deutlich geringerer Stückzahl vergeben und erzielen entsprechend höhere Preise.

Erhöht das Verleihungsetui den Wert?

Deutlich. Bei der Anschlussmedaille und der Sudetenland-Medaille verdoppelt bis verdreifacht ein vollständiges, gut erhaltenes Etui den Wert gegenüber der Medaille allein am Band. Eine zugehörige Verleihungsurkunde erhöht den Wert zusätzlich.

Was ist der Unterschied zwischen Kriegsverdienstmedaille und Kriegsverdienstkreuz?

Es sind zwei verschiedene Auszeichnungen: Die Medaille war die niedrigere Stufe für Verdienste ohne unmittelbaren Kampfeinsatz, das Kriegsverdienstkreuz die höherwertige Auszeichnung, die zusätzlich in einer Ausführung mit Schwertern für Verdienste in Frontnähe existierte. Details zum Kreuz finden Sie in unserer separaten Bewertung.

Ist der Verkauf dieser Medaillen legal?

Ja. Der private Besitz und Verkauf originaler Auszeichnungen aus dieser Zeit ist in Deutschland erlaubt. Eingeschränkt ist nur die öffentliche Zurschaustellung bestimmter Symbolik (§ 86a StGB) — beim diskreten Verkauf an ein Sammlerhaus spielt das für Sie keine Rolle.

Medaillen des Zweiten Weltkriegs verkaufen

Weitere Richtwerte: Ostmedaille

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