Stand:
Sehr gut erhaltene Exemplare mit seltener Herstellermarkierung erreichen 50 bis 85 Euro, und ein kompletter Nachlass mit Verleihungsurkunde und Tüte kann deutlich über 100 Euro liegen. Die Medaille wurde über drei Millionen Mal verliehen — der Einzelwert ist deshalb begrenzt, aber Zustand, Hersteller und Zubehör machen den Unterschied.
Richtwerte nach Ausführung und Zustand
Richtwerte auf Basis realer Händler- und Verkaufspreise (Stand: August 2026). Ob Ihre Medaille zum Standard oder zu den gesuchten Varianten gehört, sehen wir auf zwei Fotos.
| Ausführung | Zustand | Richtwert |
|---|---|---|
| Ostmedaille, ohne Hersteller | getragen, mit Bandabschnitt | 20–30 €1 |
| Ostmedaille, ohne Hersteller | sehr guter Zustand, am Band | 30–50 €2 |
| Ostmedaille mit Herstellermarkierung im Bandring | sehr guter Zustand | 55–85 €3 |
| Ostmedaille mit Verleihungstüte | guter Zustand | um 55 €4 |
| 1957er-Ausführung (ohne Hakenkreuz) | neuwertig | um 40 €5 |
| Nachlass mit Urkunde, Tüte oder Trägerfoto | je nach Umfang | deutlich über 100 €6 |
Quellen
- trave-militaria.de (25 € getragen; «besonders gut erhaltene Exemplare werden selten über 35 € gehandelt») + militaria-berlin.de («einzeln nur selten einen Wert von mehr als 30 €»), abgerufen 2026-08-20
- trave-militaria.de (Obergrenze 35 € Standard) + militaria-reisig.com (49,90 € «Top Condition»), abgerufen 2026-08-20
- spessart-militaria.de (55 €, Hst. 98) + spessart-militaria.de (60 €, Hst. 15) + militaria-berlin.de (55 €, Hst. 127) + militaria-berlin.de (85 €, seltener Hst. 61), abgerufen 2026-08-20
- trave-militaria.de (55 €, Tüte B.H. Mayer), abgerufen 2026-08-20
- trave-militaria.de (40 €, Ausführung nach Ordensgesetz 1957), abgerufen 2026-08-20
- militaria-berlin.de («Nachlässe mit Urkunden, Verleihungstüten, oder Trägerbildern können aber auch deutlich über 100 € wert sein»), abgerufen 2026-08-20
Die praktische Konsequenz für Verkäufer: Trennen Sie nichts. Die Urkunde mit dem Namen des Soldaten, die Papiertüte des Herstellers, die Feldspange, das Foto — zusammen ist das ein dokumentiertes Ensemble, einzeln sind es Kleinteile.
Original oder Fälschung?
Bei einem Stück, das millionenfach existiert, lohnt Fälschen kaum — trotzdem kursieren Nachgüsse und vor allem falsch zugeordnete Stücke. Vier Merkmale eines Originals:
- Zink, nicht Eisen. Die Medaille wurde aus Zink gefertigt und reagiert nicht auf den Magneten. Sie misst etwa 36 × 40 mm (leicht hochoval) und wirkt für ihre Größe eher leicht. Kriegsbedingt zeigt Zink oft eine raue, gealterte Oberfläche — das ist normal und kein Mangel. Quelle: militaria-berlin.de (Zink, ca. 40 mm Höhe); Wikipedia + Deutsche Digitale Bibliothek + lexikon-der-wehrmacht (36 × 40 mm, leicht oval; DDB katalogisiert 3,6 cm), abgerufen 2026-08-20
- Schwärzung mit versilbertem Rand. Das Originalfinish ist vollständig geschwärzt bis auf einen etwa 2 mm breiten versilberten Rand; versilbert sind auch der Stahlhelm über dem Adler und die darunterliegende Stielhandgranate. Gleichmäßig silberglänzende Stücke sind entweder stark berieben oder die 1957er-Ausführung. Quelle: militaria-berlin.de (Beschreibung des Finishs), abgerufen 2026-08-20
- Herstellermarkierung im Bandring — wenn überhaupt. Viele Originale sind ungemarkt. Wenn eine Markierung vorhanden ist, sitzt sie als Zahl im Bandring: belegt sind unter anderem 15 (Friedrich Orth, Wien), 61 (Rudolf A. Karneth & Sohn, Gablonz ), 65 (Klein & Quenzer, Oberstein), 98 (Rudolf Souval, Wien) und 127 (Moritz Hausch AG, Pforzheim). Eine Punze auf der Medaille selbst statt im Ring passt nicht zum Original. Quelle: militaria-berlin.de (Hst. 61, 127) + spessart-militaria.de (Hst. 15, 98) + mbertram.de (Hst. 65), abgerufen 2026-08-20
- Rückseite und Band. Rückseitig der erhabene Schriftzug „Winterschlacht im Osten 1941/42" über Schwert und Lorbeerzweig, sauber geprägt. Das Band ist rot mit weiß-schwarzen Streifen. Verwaschene Prägung und falsche Bandfarben entlarven Nachfertigungen schnell.
Kurzer historischer Hintergrund
Die Medaille „Winterschlacht im Osten 1941/42" wurde 1942 für die Teilnehmer des ersten Kriegswinters an der Ostfront gestiftet. Unter Soldaten hieß sie sarkastisch „Gefrierfleischorden" — ein Name, der die Umstände ihrer Verleihung nüchterner beschreibt als jede Urkunde.
Anspruchsberechtigt waren rund 2,5 Millionen Soldaten, dazu kamen etwa 200.000 postume Verleihungen; insgesamt wird die Zahl heute auf über drei Millionen geschätzt. Getragen wurde nur das Band im zweiten Knopfloch der Uniform, die Medaille selbst blieb meist in der Tüte — deshalb haben viele Exemplare in deutschen Nachlässen bis heute überlebt, oft in erstaunlich gutem Zustand.
Quelle: militaria-berlin.de (Verleihungszahlen, Trageweise), abgerufen 2026-08-20
Zur Rechtslage: Die Vorderseite trägt den Hoheitsadler mit Hakenkreuz. Kauf, Besitz und Verkauf des Originals sind legal; § 86a StGB regelt die öffentliche Zurschaustellung solcher Symbole. Wir behandeln Fotos entsprechend diskret und dokumentieren angekaufte Stücke im privaten Rahmen.
Ein Detail für Erben: Weil das Band im Knopfloch getragen wurde, finden sich Ostmedaillen häufig in zwei Teilen — die Medaille in der Tüte, der Bandabschnitt separat an der Uniform oder in einer Zigarrenkiste mit anderen Kleinigkeiten. Beides zusammen ist für Sammler das vollständige Stück. Heben Sie also auch die unscheinbaren Bandreste auf, bevor Sie den Nachlass sortieren.
Verkaufen ohne Risiko
Eine einzelne Ostmedaille rechtfertigt selten den Weg zum Händler in der nächsten Großstadt — per WhatsApp lohnt sich der Verkauf trotzdem, und bei Nachlässen mit mehreren Stücken erst recht. Wir kaufen für unsere eigene Sammlung — ohne Händleraufschlag, und der Ankauf läuft deutschlandweit.
Drei Schritte: Fotos von Vorder- und Rückseite (plus Bandring, Tüte und Urkunde, falls vorhanden) an +34 665 164 779 senden. Innerhalb von 24 Stunden bekommen Sie unsere kostenlose Bewertung mit konkretem Angebot. Bei Einigung zahlen wir in bar, nach vereinbartem Preis — komplette Sammlungen und Haushaltsauflösungen sehen wir uns persönlich vor Ort an, deutschlandweit.
Häufige Fragen
Wo kann ich eine Ostmedaille verkaufen?
An Fachhändler, Auktionshäuser oder direkt an ein Sammlerhaus. Für einzelne Stücke und ganze Nachlässe ist der Fotoversand per WhatsApp der schnellste Weg: kostenlose Bewertung in 24 Stunden, Bezahlung sofort, kein Versand vor Preiszusage.
Was kosten alte Orden?
Massenauszeichnungen wie die Ostmedaille liegen zwischen 20 und 85 Euro, das Eiserne Kreuz zwischen etwa 55 und 600 Euro, seltene Stücke wie das Ritterkreuz fünfstellig. Die Spanne innerhalb eines einzigen Nachlasses ist oft größer, als Verkäufer erwarten — genau deshalb lohnt die Einzelbewertung.
Meine Ostmedaille hat kein Hakenkreuz — ist sie falsch?
Wahrscheinlich nicht: Es dürfte die Ausführung nach dem Ordensgesetz von 1957 sein, bei der die Vorderseite geändert wurde. Diese Version ist original, legal frei zeigbar und als Richtwert um 40 Euro wert.
Lohnt sich der Verkauf einer einzelnen Medaille überhaupt?
Ja, wenn der Aufwand klein bleibt — zwei Fotos, eine WhatsApp-Nachricht. Und häufig liegt neben der Ostmedaille noch mehr im Karton: Urkunden, Abzeichen, Fotos. Schicken Sie einfach alles mit, wir bewerten den gesamten Fund.
Erhöht die Verleihungsurkunde den Wert?
Ja, erheblich. Die Urkunde verbindet die Medaille mit einem konkreten Soldaten und macht aus dem Massenstück ein dokumentiertes Zeitzeugnis. Nachlässe mit Urkunde, Tüte oder Trägerfoto bewerten wir immer als Ganzes.
Weitere Richtwerte: Medaillen des Zweiten Weltkriegs

