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Was ist ein Säbel wert?

Ein originaler Wehrmacht-Offizierssäbel (Heer) ist heute je nach Zustand und Hersteller als Richtwert etwa 200 bis 800 Euro wert, aufwendige Luxusausführungen mit beidseitiger Klingenätzung erreichen deutlich mehr.

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Marktwertab 200 €Größenordnung aus vergleichbaren Verkäufen, keine Ankaufszusage. Was Ihr Stück wert ist, sagen wir Ihnen nach Fotos.

Dolche des Zweiten Weltkriegs
Zwei Heeres-Offiziersdolche mit orangefarbenem Griff und zwei SA-Dolche mit Scheide. Die Symbole an den Griffen sind unkenntlich gemacht (§ 86a StGB).

Stand:

Säbel der Kriegsmarine liegen grundsätzlich höher: reale Auktionsergebnisse zeigen 995 bis 1.340 Euro für originale Offiziersstücke mit dem charakteristischen Löwenkopfgriff. Für Offizierssäbel der Luftwaffe liegt uns bislang keine verlässliche Preisquelle vor — dazu unten mehr.

Richtwerte nach Ausführung und Zustand

Alle Angaben sind Richtwerte auf Basis realer Verkaufs- und Auktionspreise deutscher Fachhändler und der Ratisbons-Preisdatenbank (Stand: August 2026). Der tatsächliche Preis hängt am Ende vom Einzelstück ab — schicken Sie uns Fotos, wir nennen Ihnen eine konkrete Zahl.

Ausführung Zustand Richtwert
Heer-Offizierssäbel, ohne Herstellermarkierung beschädigt: Griff wackelt, Klinge beschädigt, Oberflächenrost um 230 €1
Heer-Offizierssäbel, Hersteller Alcoso oder Eickhorn Solingen gute bis sehr gute Erhaltung, Scheidenlack größtenteils original 400–470 €2
Heer-Offizierssäbel, Hersteller PS Solingen sehr guter Zustand, Scheide mit nahezu 98 % Originallack um 800 €3
Heer-Luxussäbel, beidseitige Klingenätzung Gefäß, Portepee und Scheide sehr gut erhalten um 1.590 €4
Kriegsmarine-Offizierssäbel, Hersteller Eickhorn original, teils mit Gehänge und Portepee 995–1.245 €5
Kriegsmarine-Offizierssäbel, ohne Herstellerangabe original, mit Gehänge und Portepee um 1.340 €6
Luftwaffe-Offizierssäbel jeder Zustand auf Anfrage — Richtwert folgt

Quellen

  1. spessart-militaria.de (verkauft für 229,00 €), abgerufen 2026-08-28
  2. team-militaria.de (Alcoso, 399,90 €) + team-militaria.de (Eickhorn, 469,90 €), abgerufen 2026-08-28
  3. trave-militaria.de (verkauft für 800,00 €), abgerufen 2026-08-28
  4. team-militaria.de (1.590,00 €), abgerufen 2026-08-28
  5. ratisbons.com (Auktionsergebnisse Eickhorn: 995 € bzw. 1.245 € mit Gehänge & Portepee), abgerufen 2026-08-28
  6. ratisbons.com (Auktionsergebnis 1.340 €), abgerufen 2026-08-28

Zwei Hinweise zum Lesen der Tabelle: Erstens ist der Abstand zwischen Heer und Kriegsmarine kein Zufall, sondern real begründet — Löwenkopfsäbel der Kriegsmarine wurden aufwendiger gefertigt und in geringerer Stückzahl beschafft. Zweitens werden Löwenkopfsäbel besonders häufig reproduziert: eine neuere Reproduktion desselben Modells wurde für 185 € gehandelt, also deutlich unter dem Niveau eines Originals. Für die Luftwaffe konnten wir keine belastbare Preisquelle mit realen Verkaufsdaten finden — die Luftwaffe führte für Offiziere primär den Fliegerdolch, keinen eigenständigen Säbeltyp. Bringen Sie uns Fotos, wir bewerten das Stück individuell, statt eine Zahl zu erfinden, die wir nicht belegen können.

Quelle: ratisbons.com (Vergleichsangebot einer Löwenkopf-Reproduktion, 185 €, kein Original), abgerufen 2026-08-28

Was den Wert außerdem nach oben zieht: vollständiges Gehänge, originales Portepee, eine intakte Scheide mit hohem Anteil des Originallacks und ein Ensemble aus Uniform, Effekten und Fotos des ursprünglichen Trägers.

Original oder Fälschung?

Säbel gehören zu den Objekten, bei denen Herstellermarke, Konstruktion und Erhaltungsgrad zusammen über mehrere Hundert Euro Unterschied entscheiden. Fünf Punkte, auf die wir bei der Prüfung achten:

  1. Herstellermarkierung auf der Klingenfehlschärfe. Bekannte Solingen-Firmen sind Eickhorn, WKC (Weyersberg Kirschbaum & Cie), Alcoso, PS Solingen, Robert Klaas, F. W. Höller und E. & F. Hörster. Eine fehlende oder untypische Signatur bei einem als "hochwertig" angebotenen Stück ist ein Warnsignal, kein Beweis — auch zeitgenössische Stücke ohne Marke existieren.
  2. Klingenkonstruktion. Original leicht gekrümmt, meist genutet und vernickelt. Grobe, gerade oder unvernickelte Klingen bei einem angeblichen Original passen nicht ins Bild.
  3. Gefäß (Korb, Parierstange). Beim Heer vergoldetes Messing mit Eichenlaubdekor. Bei der Kriegsmarine der charakteristische Löwenkopf-Knauf mit farbigen Glasaugen (rot/grün, nach Backbord/Steuerbord) und Ankermotiv — gerade diese Löwenkopfausführung wird stark reproduziert, siehe oben. Quelle: ratisbons.com, abgerufen 2026-08-28
  4. Griff. Schwarzer Kunststoff oder Zelluloid mit vollständiger, unterbrechungsfreier Drahtumwicklung. Lockerer oder fehlender Draht mindert den Zustand, ist für sich allein aber kein Fälschungsmerkmal.
  5. Scheide. Schwarz lackierter Stahl. Der Erhaltungsgrad des Originallacks ist im Fachhandel selbst das zentrale Wertkriterium ("98 % Originallack", "90 % Lack") — eine zu neu wirkende oder unstimmig lackierte Scheide bei einem angeblichen Original verdient eine genauere Prüfung.

Im Zweifel prüfen wir das Stück anhand Ihrer Fotos — das kostet nichts und verpflichtet Sie zu nichts.

Kurzer historischer Hintergrund

Der Offizierssäbel der Wehrmacht geht auf eine Heeresverordnung von 1935 zurück, die im Zuge des Wiederaufbaus der Wehrmacht nach Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht ein neues, einheitliches Muster festlegte — so berichten es mehrere Fachhändler übereinstimmend, eine Primärquelle für das genaue Datum liegt uns nicht vor. Der Säbel steht damit in der Tradition der preußisch-deutschen Offizierssäbel des Kaiserreichs und der Reichswehr-Zeit.

Anders als etwa Helm oder Koppelschloss war der Säbel meist kein zentral ausgegebenes Ausrüstungsstück, sondern wurde vom Offizier selbst beschafft — er gehörte zur Ausgehuniform und zur Paradeausstattung, nicht zur Kampfausrüstung des Zweiten Weltkriegs. Bei der Kriegsmarine setzte sich für Offiziere eine eigene, aufwendiger gearbeitete Ausführung mit dem erwähnten Löwenkopf-Knauf durch, die die Schiffstradition der Positionslichter (rot/grün) im Detail aufgreift.

Für die Bewertung heute heißt das: Heer-Offizierssäbel sind vergleichsweise breit verfügbar, Kriegsmarine-Stücke deutlich seltener und entsprechend teurer. Ein Hinweis zur Rechtslage: Der An- und Verkauf originaler Säbel aus dieser Zeit ist in Deutschland legal. Tragen einige Stücke Hoheitszeichen mit Hakenkreuz auf Klinge, Korb oder Portepee, gilt dafür wie bei anderen Objekten aus dieser Zeit die Einschränkung der öffentlichen Zurschaustellung nach § 86a StGB — bei der diskreten Bewertung und dem Verkauf an ein Sammlerhaus spielt das für Sie keine Rolle.

Verkaufen ohne Risiko

Wir sind ein spanisches Sammlerhaus mit Ankauf in ganz Deutschland. Wir kaufen für unsere eigene Sammlung — ohne Händleraufschlag. Das heißt konkret: Wir müssen keine Wiederverkaufsspanne einkalkulieren und können Ihnen einen Sammlerpreis zahlen.

So läuft es ab:

  1. Fotos per WhatsApp senden an +34 665 164 779 — Klinge beidseitig, Herstellermarkierung, Gefäß, Scheide und Portepee, falls vorhanden. Zwei Minuten, unverbindlich.
  2. Kostenlose Bewertung innerhalb von 24 Stunden. Wir sagen Ihnen, ob das Stück original ist und was wir dafür zahlen.
  3. Bezahlung in bar, sobald wir uns auf einen Preis geeinigt haben. Größere Sammlungen und Nachlässe sehen wir uns persönlich an — überall in Deutschland.

Sie müssen nichts einschicken, bevor der Preis steht, und nichts verkaufen, wenn Ihnen das Angebot nicht zusagt.

Häufige Fragen

Wo kann ich einen historischen Säbel verkaufen?

An ein Sammlerhaus oder einen Fachhändler, der Militaria dieser Zeit ankauft — private Käufer sind wegen der Fälschungsdichte in diesem Segment risikoreicher. Wir bewerten Ihren Säbel kostenlos anhand von Fotos und zahlen bei Einigung sofort.

Ist der Verkauf eines Wehrmacht-Säbels legal?

Ja. Besitz und Verkauf originaler Säbel aus dieser Zeit sind in Deutschland legal. Eingeschränkt ist nur die öffentliche Zurschaustellung von Hakenkreuz-Symbolik nach § 86a StGB — beim diskreten Verkauf an ein Sammlerhaus spielt das keine Rolle.

Warum ist ein Kriegsmarine-Säbel mehr wert als ein Heer-Säbel?

Weil er aufwendiger gefertigt und in kleinerer Stückzahl beschafft wurde. Reale Auktionsergebnisse zeigen für Kriegsmarine-Offizierssäbel 995 bis 1.340 Euro, während ein Heer-Offizierssäbel je nach Zustand und Hersteller meist zwischen 200 und 800 Euro liegt.

Was ist mit Luftwaffe-Säbeln?

Für originale Luftwaffe-Offizierssäbel finden wir bislang keine verlässliche Preisquelle mit realen Verkaufsdaten — die Luftwaffe setzte primär auf den Fliegerdolch als Ausgehwaffe. Haben Sie ein solches Stück, schicken Sie uns Fotos: Wir bewerten es individuell.

Woran erkenne ich, ob mein Säbel echt ist?

An der Herstellermarkierung an typischer Stelle, der leicht gekrümmten, genuteten und vernickelten Klingenkonstruktion, einem stimmigen Gefäß und einer Scheide mit glaubwürdigem Alterungsgrad des Lacks. Gerade der Löwenkopf-Griff der Kriegsmarine wird häufig reproduziert. Kein einzelnes Merkmal reicht allein — wir prüfen immer das Gesamtbild und sagen Ihnen das Ergebnis kostenlos.

Erhöht die Scheide den Wert?

Deutlich. Der Erhaltungsgrad des schwarzen Scheidenlacks ist im Fachhandel ein eigenständiges Preiskriterium — zwischen einem Stück mit stark beschädigtem Lack und einem mit fast vollständig originalem Lack liegen mehrere Hundert Euro Unterschied.

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Weitere Richtwerte: SS-Dolch · Luftwaffe-Dolch · SA-Dolch · Bajonett · HJ-Fahrtenmesser

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